Auf dem Weg in die Insolvenz ...

Fabian Fischer ist Polizeibeamter im Schichtdienst. Seine Frau arbeitet als Arzthelferin, allerdings nur vormittags, wenn beide Kinder (9 und 11 Jahre) in der Schule sind. Nachmittags möchte sie sich der Familie widmen. Da sich Herr Fischer zusätzlich zu freiwilligen Wochenendeinsätzen meldet (z.B. bei Demonstrationen oder Fußballspielen), kommt die Familie nach eigener Einschätzung mit ihrem Geld "einigermaßen gut hin." Zwar ist die Miete für die 80 m² große Wohnung recht hoch, hinzu kommen die ebenfalls hohen Nebenkosten der Wohnung (Strom, Heizung, Wasser usw.), doch das Girokonto ist in der Regel nur wenig überzogen. Herr Fischer fährt einen zwei Jahre alten  Wagen, den die Familie mit monatlich 360 Euro abzahlt. Auch Frau Fischer benötigt einen eigenen Wagen, um morgens zur Arbeit zu fahren, mittags die Kinder von der Schule abzuholen und nachmittags die üblichen Familiengeschäfte zu erledigen.

  1. Zeigen Sie Risiken auf, denen die Familie ausgesetzt ist!
  2. Diskutieren Sie an einem Beispiel, wie sich die Haushaltssituation entwickelt, wenn eines dieser Risiken eintritt!


















Kredit aufnehmen?

Familie Fischer hat sich entschieden, bei ihrer Bank einen Kleinkredit zu beantragen. Mit 3000 Euro, so die Überlegung, könnte die augenblickliche Durststrecke überstanden werden. Doch der freundliche Bankmitarbeiter, der sie in seinem Besprechnungszimmer empfängt, zieht schnell seine Stirn in Falten. "3000 Euro ... das wird nicht so einfach möglich sein!" eröffnet er ihnen. "Sie haben da ja noch Ihren Autokredit, von dem noch 18.000 Euro abzuzahlen sind. Und dann ist schließlich noch das mit 1500 Euro überzogene Girokonto ..." Allein könne er die Entscheidung nicht treffen, sondern müsse zunächst mit seinem Vorgesetzten sprechen, um eine Lösung zu finden.

Das Angebot, das Familie Fischer schließlich von ihrer Bank bekommt, sieht wie folgt aus: Der Autokredit und das  überzogene Girokonto werden zu einem Kredit zusammengefasst und obendrein durch die zusätzlich benötigten 3000 Euro aufgestockt. Anstelle der 360 Euro, die bislang jeden Monat für die Abzahlung des Autos fällig wurden, müsste die Familie nun 420 Euro an monatlicher Tilgung aufbringen. "Das müsste machbar sein," denkt sich Frau Fischer. Schließlich ist somit auch das Konto wieder ausgeglichen!" ...